Kaffee

Ein Weckruf für die grauen Zellen, ein aromatischer Pausenbegleiter – Kaffee ist für die Meisten von uns aus dem Alltag nicht wegzudenken. Was so gut schmeckt, muss doch irgendwie ungesund sein? In den letzten Jahren hat die Forschung das Lieblingsgetränk der Deutschen rehabilitiert und gibt grünes Licht für Genuss mit gutem Gewissen!

Schon zu Beginn seiner Verbreitung in Europa wurde Kaffee verdächtigt, ungesund zu sein. König Gustav III. von Schweden war Mitte des 18. Jahrhunderts überzeugt von der Giftigkeit des braunen Gebräus und wollte den Beweis antreten: Er wandelte die Todesurteile für zwei Schwerverbrecher in zwei lebenslange Haftstrafen um und nötigte die beiden Männer, mehrmals täglich eine große Tasse Kaffee bzw. zum Vergleich Tee zu trinken. Das Ergebnis: Beide überlebten den König und die untersuchenden Ärzte. Der Teetrinker starb zuerst – im damals biblischen Alter von 83 Jahren! 200 Jahre später bestätigen seriöse Forschungsarbeiten das Bild von damals: Kaffee ist viel besser als sein Ruf!

Macht Kaffee krank?

Für gesunde Erwachsene gibt es nach heutigem Wissensstand keinen Grund, sich beim Kaffee zurückzuhalten. Wer unter Bluthochdruck leidet oder herzkrank ist, kann vorsichtshalber entkoffeinierten Sorten den Vorzug geben. Ungefilterter Kaffee enthält außerdem Stoffe, die den Cholesterinspiegel erhöhen können. Wer sichergehen will, trinkt Filterkaffee.

Macht Kaffee gesünder?

Dafür gibt es tatsächlich Hinweise! So haben verschiedene Studien gezeigt, dass regelmäßiger Kaffeegenuss das Risiko vermindert, zuckerkrank zu werden. Kaffeetrinker leiden entsprechenden Untersuchungen zufolge außerdem seltener an der Parkinson’schen Krankheit (Schüttellähmung) und an Morbus Alzheimer (Demenz).

Ist Kaffee ein Flüssigkeitsräuber?

Klares Nein! Zwar wirkt Kaffee kurzfristig harntreibend, langfristig hat das aber keinen Einfluss auf den Wasserhaushalt. Kaffee trägt wie jedes andere Getränk zur Gesamtflüssigkeitsaufnahme bei.

Enthält Kaffee Mikronährstoffe?

Kaffee enthält etwas Niacin (ein BVitamin), Magnesium und Kalium. Wichtiger sind seine sekundären Pflanzenstoffe, z. B. Lignane und Phenole. Diese Stoffe haben antioxidative Eigenschaften.

Dürfen Schwangere Kaffee trinken?

Ja, aber sie sollten sich vorsichtshalber auf zwei bis drei Tassen täglich beschränken. Eine sehr hohe Koffeinaufnahme könnte spontane Frühgeburten begünstigen.

Ist Kaffee magenschädlich?

Kaffee enthält natürliche Säuren und fördert außerdem die Produktion von Magensäure. Bei gereizter Magenschleimhaut oder Menschen mit empfindlichem Magen kann Kaffee darum tatsächlich zu Beschwerden führen. Manchmal hilft etwas Milch, um die Säure zu mildern.