Stressbedingte Erkrankungen ernährungsmedizinisch behandeln
Langenfeld, Juni 2010. Unsere moderne Leistungsgesellschaft ist geprägt von steigender Stressbelastung. Experten aus Klinik und Praxis beleuchteten bei einer Fachveranstaltung des Unternehmens Orthomol in Hamburg das im Praxisalltag immer häufiger auftretende Patientenbild Stress und stressbedingte Erkrankungen wie Burn-out, chronische Erschöpfung oder Tinnitus. Dabei wurde auf ernährungsmedizinische Therapiemöglichkeiten durch eine gezielte Supplementierung mit Mikronährstoffen hingewiesen.
Dr. med. Stephanie Grabhorn, Allgemein- und Ernährungsmedizinerin aus Frankfurt, wies auf das zunehmende Ausmaß von Stress in Deutschland hin. „Bereits acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig. Jeder Dritte leidet unter Dauerstress“, fasste Dr. Grabhorn die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse[1] zusammen. „Körper und Psyche leiden gleichermaßen. Mit ersten gesundheitlichen Folgen wie Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und Erschöpfung werden Ärzte im Praxisalltag konfrontiert“, wandte sich Dr. Grabhorn an die Zuhörer. Ganze neun Prozent der Dauergestressten litten zudem unter Tinnitus.
Wichtig sei die Früherkennung und die frühzeitige Einleitung von Therapiemaßnahmen. Eine besondere Bedeutung maß die Ernährungsmedizinerin dabei einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen zu. „Auf der einen Seite beobachten wir bei stressbedingten Erkrankungen einen Anstieg freier Radikaler und somit einen erhöhten Mikronährstoffbedarf. Auf der anderen Seite führt die typische stressbedingte Ernährungsweise mit viel Kaffee und Schokolade häufig zu einer unzureichenden Mikronährstoffversorgung“, berichtete Dr. Grabhorn. Die so entstandene Mikronährstofflücke müsse durch eine vermehrte Zufuhr stressrelevanter Mikronährstoffe geschlossen werden.
Emotionaler Stress beeinflusst akustische Phänomene
PD Dr. med. Birgit Mazurek, Fachärztin für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde und leitende Ärztin des Tinnituszentrums und molekularbiologischen Forschungslabors an der Charité Berlin, hob hervor, dass emotionaler Stress häufig mit auditorischen Phänomenen wie Hyperakusis, Tinnitus, Morbus Menière und Schwindel assoziiert sei. „Die psychischen Veränderungen nach Stress können Einfluss auf akustische Phänomene wiez. B. die Tinnitusentstehung nehmen, aber auch eine Tinnitusverstärkung initiieren“, so Dr. Mazurek. „Eine zentrale Rolle spielt dabei das Kortisol“, wies die Expertin auf ein Schlüsselelement der Stresssteuerung hin.
„Die vermehrte Kortisolausschüttung bei Stress führt durch erhöhte Glukoneogenese, Lipolyse und Proteolyse zur vermehrten Energiebereitstellung“, erläuterte Dr. Mazurek die Wirkungsweise des Stresshormons. „Darüber hinaus wird durch Kortisol eine exzessive Glutamat- und damit letztendlich eine erhöhte Calciumausschüttung getriggert. Gerade in der Cochlea, in der sich viele Glucocorticoidrezeptoren finden, kann die damit verbundene Exzitotoxizität eine verstärkte Bildung von Aktionspotenzialen hervorrufen, die als Hyperaktivität im Gehirn wahrgenommen und als Tinnitus interpretiert werden kann“, zeigte sie den auditiven Wirkmechanismus auf. Als Glutamatantagonist sei daher insbesondere die Therapie mit dem Mikronährstoff Magnesium zu empfehlen.
Stressspezifische Mikronährstoffversorgung sicherstellen
Auf die Bedeutung von Mikronährstoffen bei stressbedingten Erkrankungen fokussierte sich Dr. med. Michael Gesche, Facharzt für Allgemeinmedizin sowie Allgemein- und Unfallchirurgie aus Hamm. „Der erhöhte Bedarf von Mikronährstoffen bei stressbedingten Erkrankungen sollte durch eine spezifische ernährungsmedizinische Supplementierung ausgeglichen werden“, fasste der Experte für orthomolekulare Medizin zusammen. Besonders wichtige Mikronährstoffe bei Stressbelastung seien B-Vitamine und Magnesium zur Unterstützung des Nerven- und Energiestoffwechsels sowie Antioxidanzien, um dem stressbedingten Anstieg freier Radikale entgegenzuwirken. Darüber hinaus seien Omega-3-Fettsäuren zur Unterstützung von Herz und Gefäßen von Bedeutung.
Anhand mehrerer Kasuistiken zeigte Dr. Gesche auf, wie die Unterstützung mit Mikronährstoffen wirken könne. So erläuterte er z. B. den Fall eines 45-jährigen Managers mit drohendem Burn-out. Laboruntersuchungen hatten ergeben, dass oxidativer Stress (erhöhter Malondialdehyd-Spiegel) vorlag. Durch die Gabe eines orthomolekularen Supplements und die Beratung zu angemessenen Verhaltensänderungen sei hier eine Verbesserung der Symptome erreicht worden.
Das Übel an der Wurzel packen
Menschen im Dauerstress haben einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fettsäuren. Die stress-spezifischen Mikronährstoffkombinationen Orthomol Vital f® und Orthomol Vital m® unterstützen die Behandlung von Frauen und Männern mit chronischer Erschöpfung, Burn-out-Syndrom und stressbedingten Erkrankungen mit metabolischer Störung. Orthomol Audio® ist eine speziell zur diätetischen Behandlung von stressbezogenen Innenohrerkrankungen, insbesondere Tinnitus und Hörsturz, ergänzend bilanzierte Diät. Die Mikronährstoffe wirken dem durch freie Radikale ausgelösten oxidativen Stress entgegen, unterstützen die Gefäßfunktionen und den Energiestoffwechsel.
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Orthomol – Die Idee für mehr Gesundheit
Orthomol Vital® und Orthomol Audio® sind Qualitätsprodukte der Firma Orthomol in Langenfeld, dem Wegbereiter der Orthomolekularen Ernährungsmedizin in Deutschland. Als erstes und führendes Unternehmen in Deutschland entwickelt und vertreibt die Orthomol GmbH seit 1992 ausgewogen dosierte und indikativ zusammengesetzte Mikronährstoffkombinationen. Als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, so genannte ergänzende bilanzierte Diäten, bzw. Nahrungsergänzungsmittel, bestehen die Kombinationen u. a. aus Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Die Premiumprodukte sind auf unterschiedliche Erkrankungen und Lebenssituationen zugeschnitten und in Apotheken erhältlich. Ihre Entwicklung und Herstellung erfolgt nach dem internationalen Qualitätsstandard ISO 22 000.
[1] Techniker Krankenkasse, F.A.Z. Institut. Kundenkompass Stress. Frankfurt am Main, 2009.