Balance im Darm –
stabil im Leben

Unser Darm verfügt nicht nur über viele erstaunliche Eigenschaften – mit einer Länge von 8 Metern und einer Innenfläche von 400 Quadratmetern ist er auch das größte Organ unseres Körpers.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Darms ist es, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen und in den Blutkreislauf zu schleusen. Während unseres Lebens passieren 40 Tonnen Nahrung den Darm. Die Darmzellen erneuern sich so schnell, dass jeden Tag ein viertel Kilogramm davon abstirbt und durch neue ersetzt wird. Und was viele nicht wissen: 60% aller Abwehrzellen (weiße Blutkörperchen) befinden sich im darmeigenen Immunsystem.

Probiotika – das Pro für die Darmflora

Probiotika bedeutet so viel wie „für das Leben“. Die  Weltgesundheitsorganisation definiert Probiotika als lebende Mikroorganismen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken, wenn sie in ausreichenden Mengen aufgenommen werden. Der Begriff „Probiotika“ wurde bereits vor über 100 Jahren von dem russischen Nobelpreisträger Ilja Iljitsch Metschnikow (1845-1916) geprägt. Er hatte beobachtet, dass bulgarische Bauern viele von Mikroorganismen vergorene Milchprodukte wie z.B. Joghurt verzehrten, die einen positiven Effekt auf ihre Gesundheit hatten. Zu den probiotischen Mikroorganismen gehören z.B. bestimmte Milchsäurebakterien wie Bifidobakterien und Lactobazillen. Im Darm sind die Probiotika Bestandteile der Darmflora.

Lactobazillen

Prebiotika – Nahrung für die Darmflora

Prebiotika sind für den Menschen unverdauliche Nahrungsbestandteile, die das Wachstum und/oder die Aktivität bestimmter Bakterienarten im Darm gezielt anregen. Sie sind sozusagen die Nahrung für die Darmflora. Ein wichtiger Vertreter der Prebiotika ist das Inulin. Es ist ein natürlich vorkommender Stoff, der aus u.a. Chicorée gewonnen wird.

Chicorée

Mikronährstoffe & Co. – winzig aber wichtig

Vitamine und Spurenelemente
Vitamin C, Vitamin D, Zink, Selen, Kupfer, Folsäure (Folat), Vitamin A, Vitamin B6 und Vitamin B12 tragen zur normalen Funktion des Immunsystems (u. a. des darmeigenen Immunsystems) bei. Vitamin A, Vitamin B2 (Riboflavin), Biotin und Niacin tragen zum Erhalt der normalen Schleimhäute (z. B. der Darmschleimhaut) bei. Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B2 (Riboflavin), Zink, Selen, Kupfer und Mangan tragen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.

Sekundäre Pflanzenstoffe Viele sekundäre Pflanzenstoffe sorgen für die Farbvielfalt von Obst und Gemüse. Dazu gehören zum Beispiel Carotinoide oder Bioflavonoide.

Darmgesunde Tipps

Tipps für eine darmgesunde Lebensweise

Bewegen Sie sich regelmäßig! Denn Bewegungsmangel macht den Darm schlapp und träge. Sportliche Betätigungen wie Joggen und Aerobic, aber auch z. B. regelmäßige Spaziergänge trainieren einen trägen Darm und helfen ihm wieder auf die Sprünge.

Nehmen Sie sich Zeit! Denn bei zu viel Hektik haben Sie keine Zeit für regelmäßige Mahlzeiten und vernachlässigen bzw. verschieben außerdem den Gang zur Toilette. Beides bekommt dem Darm auf Dauer nicht. Planen Sie also ganz bewusst Ihre Mahlzeiten und den Gang zur Toilette ein! Genießen Sie Ihre Mahlzeiten, am besten mehrere kleine, in Ruhe und ohne Ablenkung! 

Entspannen Sie sich z. B. durch Entspannungstechniken wie autogenes Training und gönnen Sie sich genügend Schlaf!