Brain-Power
für helle Köpfe

Wir alle staunen, wie rasend schnell sich unsere Kinder entwickeln. Im Nu sind die neuen Hosen schon wieder zu kurz und schneller als uns manchmal lieb ist, führen wir schon intensive Diskussionen mit den „Kleinen“. Als Eltern können wir nicht nur zur körperlichen, sondern maßgeblich auch zur geistigen Entwicklung unserer Kinder beitragen. Neben der wichtigen emotionalen Fürsorge spielen auch eine gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung eine zentrale Rolle.

Brain-Power aus der Nahrung

Damit das Denken und Lernen in jeder Entwicklungsphase optimal funktionieren kann, benötigt das Gehirn mehr als nur Sauerstoff und Energie. Für seine gute Leistungs- und Lernfähigkeit sind noch weitere spezifische Nahrungsbestandteile wichtig. Wissenschaftler haben in diesem Zusammenhang den Begriff des „Brain-Food“ geprägt. Hierunter werden spezielle Nährstoffe für das Gehirn gefasst.

Omega-3-Fettsäuren

Das Gehirn ist ein Organ mit einem hohen Bedarf an ungesättigten Fettsäuren, wie z. B. Omega (Ω)-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind die zentralen Strukturgeber des Gehirngewebes. Sie sind beteiligt an der Konstruktion von Nervenzellen, ihren Leitungen und Zellwänden. Die Fettsäuren bilden damit einen wesentlichen Teil der geistigen „Hardware“. Der Auf- und Ausbau der neuronalen Netzwerke, der geistigen „Software“, dauert ein Leben lang an. Neben den strukturbildenden Aufgaben spielen Omega-3-Fettsäuren auch eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung. Sie sind beteiligt an der Bindung und Freisetzung von Botenstoffen und damit an der zielgerichteten Steuerung des Datenflusses.

Die wichtigste Nahrungsquelle für Omega-3-Fettsäuren sind fetthaltige Fische, wie z. B. Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch oder Sardine.

„Membran-Baustein“ Omega-3-Fettsäure

Eisen und Zink

Das Spurenelement Eisen ist nicht nur als Sauerstoff-Transporter für das Gehirn von großer Bedeutung. Eisen trägt bei Kindern zu einer normalen kognitiven Entwicklung bei, da es sowohl beim Aufbau unserer „Gehirn-Hardware“ als auch beim gerichteten Datenfluss (Botenstoff-Bildung) beteiligt ist. Wichtige Lieferanten für Eisen sind zum Beispiel Fleisch, Hülsenfrüchte und Spinat. Der Mineralstoff Zink erfüllt wichtige Aufgaben im Immunsystem von Kindern, schützt den Körper vor oxidativem Stress und trägt bei Erwachsenen nachweislich zur normalen kognitiven Funktion bei. Mit der Nahrung nehmen wir Zink insbesondere über Milch, Käse oder auch Vollkornprodukte auf.

Ausgewogene Ernährung ist wichtig für die geistige Entwicklung von Kindern

Gesund ist oft schwierig

Kinder essen gerne alles, was lecker schmeckt. Leider ist gesunde Ernährung nicht immer das, was Kinder als „lecker“ bezeichnen. Dabei ist gerade Fischgeschmack nicht jedermanns und auch nicht jederkinds Sache.

Wenig Fisch = wenig Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Bestandteile der Nervenzellen. Daher ist eine ausreichende Menge Fisch auf dem Tisch unverzichtbar: Kinder sollten pro Woche 1 – 2 Fischmahlzeiten verzehren. Insgesamt zeigt sich aber, dass unsere Kinder deutlich weniger (Fett-)Fisch essen, als von Gesundheitsorganisationen empfohlen wird. Aus der DONALD-Studie geht zum Beispiel hervor, dass nur 38 % der Kinder und Jugendlichen Fisch verzehren. Der Anteil an fettem Seefisch, der besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist, liegt dabei lediglich bei 10 %.

Fetter Seefisch = wichtige Quelle für Omega-3-Fettsäuren

Tipps und Tricks für helle Köpfe

Der Frühstücks-Tipp!
Denken und Lernen braucht viel Power. Damit Kinder diese in der Schule auch abrufen kann, sollte der Tag mit echtem „Brain-Food“ starten – z. B. mit klein geschnittenem Obst mit Joghurt und Haferflocken oder Käsevollkornbrot mit Paprika und einem Glas Milch.

Bewegung macht’s!
Bewegung verbessert die Sauerstoff- und Zuckerversorgung des Gehirns und damit seine Leistungsfähigkeit.

Schlaf – beinahe der wichtigste Trick!
Viele meinen, dass schlafen nur der körperlichen Regeneration dient. Das ist nicht richtig, denn ohne Schlaf wäre geistiges Arbeiten überhaupt nicht möglich. Während des Schlafes wird Erlerntes in das Gedächtnis verlagert. Wir lernen somit buchstäblich „im Schlaf“.