Gestresst? Müde? Erschöpft?

Allgemein versteht man unter Stress eine Reaktion des menschlichen Körpers auf Anforderungen, die von außen oder innen auf ihn einwirken. Frauen und Männer können von Stress im Alltag gleichermaßen betroffen sein – denn beide Geschlechter unterliegen vielfältigen Anforderungen in Beruf, Familie, Haushalt, aber auch in der Freizeit.

Als besonders belastend wird ständiger Termin- und Leistungsdruck empfunden der mit dauerhafter Erreichbarkeit und Informationsüberflutung einhergeht. Hinzu kommen zahlreiche weitere Stressoren, wie Umweltbelastungen, Hektik, Arbeitsüberlastung u.v.m. Nicht zu vernachlässigen sind Doppelbelastungen, die sich aus den beruflichen und privaten Anforderungen wie z.B. Hausarbeit, Kindererziehung und Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger ergeben können. Die einzelnen Stressphasen reihen sich nahtlos aneinander. Die Folgen kennt jeder: Müdigkeit, Erschöpfung, fehlende Vitalität, Nervosität und Abgeschlagenheit.

Wenn Stress zur Belastung wird

Grundsätzlich ist die körperliche Stressreaktion erst einmal positiv, wenn es darum geht, den alltäglichen Herausforderungen zu begegnen. Die Ausschüttung von Stresshormonen fördert die Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit des Körpers. Diesen anregenden Stress, der motiviert und kurzfristig Höchstleistungen ermöglicht, bezeichnet man als „Eustress“. Dauert der Stresszustand jedoch an und hat der Körper keine Zeit zur Regeneration, werden Herausforderungen schnell zur Belastung und der Stress wird negativ wahrgenommen. Dieser negative Stress – auch als „Disstress“ bezeichnet kann z.B. zu anhaltender Müdigkeit, Erschöpfung und fehlender Vitalität führen. Nehmen Sie Stress daher nicht auf die leichte Schulter und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers.

Anteil der Menschen in Deutschland, die unter Stress stehen

Alltagsstress - was passiert im Körper?

Stress führt im Körper zu einer Vielzahl an Reaktionen, bei denen Hormone ausgeschüttet werden, die zu folgenden Veränderungen führen:

Die Atemfrequenz steigt und die Bronchien weiten sich, damit ausreichend Sauerstoff aufgenommen werden kann. Die Muskulatur befindet sich unter Anspannung. Puls und Blutdruck steigen an – das Herz muss seine Pumpleistung erhöhen. Stresshormone, wie Adrenalin und Cortisol, werden vermehrt ausgeschüttet. Verdauung und Darmbewegung hingegen werden gedrosselt – für „unwichtige“ Arbeiten hat der Körper jetzt keine Energiereserven mehr. Erfolgt danach mehrfach keine Phase der Erholung, spricht man von Dauerstress. Entspannung, moderate Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Mikronährstoffen  helfen dem Körper, die Speicher wieder aufzufüllen und sich selbst zu regenerieren. 

Die richtige Ernährung bei Stress

Wer unter Stress steht, fühlt sich oftmals müde und erschöpft und sollte besonders auf seine Mikronährstoff-Versorgung achten. Da der Körper Mikronährstoffe größtenteils nicht selber bilden kann, ist die Aufnahme über die Nahrung notwendig. Doch nicht immer bekommt unser Körper das, was er braucht. Hinzu kommt, dass viele Menschen in Stresssituationen häufiger zu ungünstigen Verhaltensweisen neigen, wie ungesunder Ernährung, wenig Bewegung und dem Konsum von Alkohol und Nikotin. Gerade jetzt benötigt der Organismus spezifische Mikronährstoffe, für mehr Vitalität im Alltag. Besonders die Vitamine des B-Komplexes und der Mineralstoff Magnesium werden im Energiestoffwechsel und zur Funktion des Nervensystems gebraucht und tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei. Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C , Niacin, Biotin , Magnesium , Kupfer und Jod tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. 

Eine Kombination aus spezifisch ausgewogenen Mikronährstoffen kann die Ernährung gerade in Stresssituationen ergänzen.

Ganz entspannt entspannen

In unser em schnelllebigen Alltag können Entspannungsrituale helfen, dem Stress entgegen zu wirken. Folgende Tipps können Sie dabei unterstützen, Stresssituationen zukünftig besser zu meistern:

  • Planen Sie ganz bewusst Ihre Mahlzeiten!
  • Denn bei zu viel Hektik haben Sie vielleicht keine Zeit für regelmäßige und gesunde Mahlzeiten. Genießen Sie Ihre Mahlzeiten; am besten in Ruhe und ohne Ablenkung.
  • Bereits kleine Auszeiten in der Natur, wie z.B. Spazierengehen, Rad fahren oder Wandern sind wertvoll, um der andauernden Belastung zu entkommen und sich zu regenerieren. Ausreichend Tageslicht sorgt für gute Stimmung.
  • Kleine Pausen zum Durchatmen helfen zu entspannen: strecken Sie Arme und Beine aus, spannen Sie die Muskeln an und lassen Sie wieder locker. Ein paarmal tief ein-und ausatmen und Kraft sammeln.
  • Schaffen Sie individuelle Zeitinseln: planen Sie mindestens einmal im Monat einen Tag, der nur Ihnen gehört und verbringen Sie ihn ganz nach Ihren Vorstellungen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Ziele und Wünsche. Geben Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen ausreichend Raum.
  • Lassen Sie eine hektischen Tag ruhig ausklingen: durch ein entspannendes Bad oder ein schönes Buch finden Sie am Abend besser zur Ruhe. Das fördert den Schlaf und entspannt die Muskulatur.

Bild: © Jamie Grill / Getty Images