Dünger fürs Gehirn?

Drei Stellschrauben der Gehirnfunktion haben die Forscher dabei besonders im Blick:

1. Schutz vor oxidativem Stress und Durchblutungsstörungen
2. Energiestoffwechsel der Nerven 
3. Signalübertragung der Nervenzellen 

Neben antioxidativen Vitaminen scheinen sogenannte Polyphenole das Gehirn besonders erfolgreich gegen freie Radikale zu schützen. Polyphenole werden von Pflanzen gebildet und geben Blaubeeren, Rotwein oder auch Currypulver ihre charakteristische Farbe. Eine gute Nachricht für Naschkatzen: auch Popcorn ist reich an Polyphenolen.

Darüber hinaus sind die „Nervenvitamine“ aus der Vitamin-B-Gruppe und Omega-3-Fettsäuren wichtig. Sie unterstützen unter anderem die Reizweiterleitung. Besonders die positive Wirkung der Omega-3-Fettsäure namens Docosahexaensäure (DHA) ist in vielen Untersuchungen belegt. Weil sie vor allem in fetten Seefischen reichlich vorkommt, gelten Meeresfrüchte wie Lachs und Thunfisch bereits als „Brain-Food“, also als „Gehirn-Nahrung.“

In jüngster Zeit hat sich aber noch eine weitere Stoffgruppe als besonders gehirnfreundlich empfohlen: So genannte Phospholipide sind Bausteine der Hülle, welche die Nervenfasern umschließt. Damit sind sie unverzichtbar für die korrekte Verarbeitung der Nervenreize. Das könnte der Grund sein, warum eine Phospholipid- reiche Kost Versuchspersonen zu besseren Gedächtnisleistungen verhalf. In der Nahrung verstecken sie sich vor allem in Eigelb und Sojaprodukten.

Gibt es also eine „Gehirn-Diät“ für mehr geistige Leistungsfähigkeit? Nüsse (B-Vitamine), Blaubeeren (Antioxidantien) und reichlich Fisch (Omega-3-Fettsäuren), vielleicht mit einer Soße auf Eigelb-Basis (Phospholipide) wären ein Anfang.