Übelkeit in der Schwangerschaft –
kein Grund zur Sorge

Besonders häufig tritt sie in den ersten drei Monaten auf, bisweilen aber auch bis in den sechsten Monat hinein. Fast jeder dritten Schwangeren wird es sogar richtiggehend schlecht. Die Übelkeit wird durch hohe Konzentrationen des Schwangerschaftshormons HCG (Humanes Choriongonadotropin) im Blut der werdenden Mutter ausgelöst. Da das Konzentration an HCG bei weiblichen Föten etwas höher als bei männlichen Föten ausfällt, tritt extreme Schwangerschaftsübelkeit bei weiblichem Nachwuchs tatsächlich häufiger auf.

Ein schwacher Trost dürfte für die Betroffenen sein, dass die Übelkeit eine Schutzmaßnahme der Natur ist, denn als besonders übelerregend werden von den Frauen Dinge und Gerüche empfunden, welche der Gesundheit des Ungeborenen Schaden könnten. Dazu gehören insbesondere Alkohol, Nikotin und Kaffee, aber auch Fleisch, Eier, Geflügel und Fisch. Und die Rechnung geht auf: Frauen, die unter Übelkeit in der Schwangerschaft leiden, weisen besonders stabile Schwangerschaften auf. Wichtig ist jedoch, dass die betroffenen Frauen darauf achten, weiterhin genügend Flüssigkeit und Mikronährstoffe zu sich zu nehmen.

Da morgens aufgrund des geringen Blutzuckerspiegels die Übelkeit oft besonders schlimm ist, sollte man möglichst schon vor dem Aufstehen trockenes Brot, Kräcker oder Trockenfrüchte essen und mit einer Tasse leicht gesüßtem Magentee dem Blutzuckerspiegel auf die Beine helfen. Tagsüber ist dann auf ausreichendes Trinken zu achten. Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Rohkost und Milchprodukte sind in mehreren kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt leichter bekömmlich, als opulente und stark fetthaltige Mahlzeiten.