Alternativen zu Soja

Man benötigt als Veganer nicht zwangsläufig Soja, um sich ausgewogen zu ernähren. Sofern keine Unverträglichkeit oder Abneigung gegen Hülsenfrüchte besteht, sind auch andere Bohnen und Erbsen gute Eiweißlieferanten. Offen stehen einem zum Kochen zudem Produkte aus Weizenprotein (Seitan) und als Milchersatz Hafer-, Reis- oder Nussmilch; ähnlich verhält es sich mit Sahnealternativen. Schwierig in Läden zu finden sind hingegen oft pflanzliche Alternativen zu Sojajoghurt. Kokosnuss- und Haferjoghurt sowie die Eigenproduktion auf Basis von beispielsweise Reismilch sind grundsätzlich jedoch möglich. Selbst „Käse“ wird inzwischen auch aus Reis angeboten.

Ein Neuling unter den Sojaalternativen ist die Lupine, auch Wolfsbohne genannt. Diese Hülsenfrucht enthält, ähnlich wie die Sojabohne, nicht nur viel Eiweiß, sondern auch zahlreiche Vitamine und Mineralien, aber wenig Fett. Einer Nutzung standen früher ihre Bitterstoffe im Weg, doch mit der Züchtung als Süßlupine gelang ihr der Durchbruch. Zudem punktet sie mit einer guten Energiebilanz, denn sie kann problemlos hierzulande angebaut werden und liefert auch auf nährstoffarmen Böden guten Ertrag. Von ihren Einsatzmöglichkeiten her gleicht sie dem Tausendsassa Soja. Sie kann als Grundlage für Milchersatz ebenso dienen, wie als Zubereitungsstoff für Nudeln oder Fleischersatz.

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