Nicht jeder „Babyspeck“ bleibt

Natürlich besteht kein Grund zur generellen Entwarnung. Gründe, wie falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung, die schon im Kindesalter zu Übergewicht führen, lösen sich nicht von selbst in Wohlgefallen auf. Bleiben sie bestehen, bleibt auch der gesundheitsgefährdende Speck. Von den 7.700 Kindern, die von den Forschern von ihrem 5. Lebensjahr an bis zu ihrem 14. untersucht wurden, waren zu Beginn insgesamt 27,3 Prozent übergewichtig, davon 12,4 Prozent sogar fettleibig. Bis zur 8. Klasse hatte diese Zahl dramatisch zugelegt, es waren dann insgesamt 37,8 Prozent übergewichtig und von diesen 20,8 Prozent fettleibig. Die Forscher wollten nun wissen, in welchem Alter sich das Übergewicht manifestiert. Sie stellten fest, dass sich die Veranlagung in der Regel bereits im Kindergartenalter von 5 Jahren zeigte, zudem waren über alle Altersstufen hinweg Kinder mit einem hohen Geburtsgewicht über 4 Kilogramm mit höherer Wahrscheinlichkeit übergewichtig.

Doch längst nicht aus jedem 5-jährigen Pummelchen wurde dabei ein fettleibiger Teenager. Nur die Hälfte der später übergewichtigen Teenager war bereits mit 5 Jahren mit zu viel Gewicht unterwegs. Offensichtlich ließ sich hier durchaus noch erfolgreich gegensteuern. Die massivste Gewichtszunahme registrierten die amerikanischen Wissenschaftler übrigens bei den 5-8-Jährigen. Ab dem 11. Lebensjahr änderte sich hingegen nicht mehr viel in Bezug auf ein zu hohes Körpergewicht. Einen besonderen Einfluss auf das Entstehen von Übergewicht übte in der Untersuchung der soziale Status des Elternhauses aus. Wie hierzulande auch, hatten Kinder armer Familien ein höheres Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit.