Die Vorliebe zu
einseitiger Ernährung

Gelassenheit zahlt sich in den meisten Fällen aus. So verhindert man auch, dass der Streit über das Essen zu einem Machtkampf wird, mit dem nicht nur in der Trotzphase kaum etwas zu gewinnen ist. Es gibt Kinder, die grundsätzlich mit kleineren Mengen auskommen. Solange die Gewichtsentwicklung keine echten Einbrüche aufzeigt und das Kind sich gesund entwickelt, liegt keine Handlungsnotwendigkeit vor. 

Hinsichtlich der Ablehnung bestimmter Speisen sind sich Kinder häufig untereinander einig. Insbesondere als „bitter“ empfundenes Gemüse wird rundherum abgelehnt. Doch das muss kein Dauerzustand bleiben. Es gibt viele Erwachsene, die sich noch gut daran erinnern, als Kind bestimmte Nahrungsmittel verweigert zu haben, die sie mittlerweile sehr schätzen. Zum Trost: Es gibt immer Alternativen zu dem abgelehnten Lebensmittel, es muss also nicht unbedingt Rosenkohl oder Broccoli sein. Manche Kinder mögen auch gekochte Möhren oder Paprika nicht, lieben sie aber in rohem Zustand. 

Wichtig ist, dass die Eltern bestimmen, was an Nahrungsmitteln ins Haus kommt. Dabei sollte das Angebot von „Nebensnacks“ wie Süßigkeiten und anderen stark kalorienhaltigen Nahrungsmitteln mit geringer Nährstoffdichte die Ausnahme sein.