Nahrung für die
grauen Zellen

Lebenslanges Lernen ist möglich. Das Gehirn bleibt auch im Alter plastisch, es hat sowohl die Fähigkeit zu wachsen, aber auch zu schrumpfen. Es tut dies ganz nach seiner Nutzung. Im Alter arbeitet das Gehirn auch nicht schlechter, als in der Jugend, nur etwas langsamer. Dieser Effekt lässt sich jedoch gut mit größerer Erfahrung und langjährigem Wissen ausgleichen. Neben der Beibehaltung geistiger Aktivität spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle für die geistige Leistungsfähigkeit. 

Das Gehirn freut sich über eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und über eine gleichmäßig hohe Energieversorgung durch langkettige Kohlenhydrate, wie sie in Vollkornprodukten, Haferflocken, Kartoffeln, Obst und Gemüse enthalten sind. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, besonders Omega-3-Fettsäuren, liefern nicht nur Energie, sondern wirken sich zudem positiv auf die Nervenzellen aus. Gute Lieferanten sind Rapsöl oder Walnussöl, Nüsse und Trockenfrüchte und fettreicher Fisch. Letzterer liefert zudem Eiweiß, welches für den Informationsfluss im Gehirn wichtig ist. Weitere empfehlenswerte Eiweißlieferanten sind auch mageres Fleisch, Meeresfrüchte, fettarme Milch, Hülsenfrüchte und die bereits genannten Vollkornprodukte und Nüsse.

Bestimmte Nahrungsbestandteile ernähren nicht nur das Gehirn, sondern können es zudem vor bestimmten Alterungsprozessen schützen. Carotinoide beispielsweise, welche in orangefarbenem und grünem Obst und Gemüse, aber auch in Pflanzenölen vorkommt, besitzen antioxidative Eigenschaften. In einer aktuellen Langzeitstudie aus Frankreich mit knapp 3000 Teilnehmern führte eine Ernährung, die reich an Carotinoiden war, dazu, dass die entsprechenden Personen 13 Jahre später in Tests deutlich bessere kognitive Leistungen erbrachten.

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