Omega-3-Fettsäuren
sind förderlich für
die Gehirnentwicklung

Lange Zeit hieß es, das Vorspielen von Musikstücken Mozarts würde bereits vorgeburtlich Einfluss auf die spätere Intelligenz des Kindes nehmen. Insbesondere würde das räumliche Vorstellungsvermögen verbessert werden. Dieser „Mozart-Effekt“ konnte jedoch in der Mehrzahl der Studien nicht bestätigt werden und gilt inzwischen als widerlegt.

Aufgrund des hohen Interesses ist inzwischen recht gut untersucht, welche Maßnahmen tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes nehmen können. US-Forscher haben bei der Analyse von 70 verschiedenen Studien jüngst herausgearbeitet, welche drei Dinge für die kognitive Intelligenz von Vorschulkindern am förderlichsten waren. Gemäß ihrer Untersuchung sind dies das gemeinsame Vorlesen bereits bei Kindern unter vier Jahren (je früher damit begonnen wird, desto besser), der Besuch des Kindergartens und die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren.

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, denen im Körper eine wichtige Rolle zukommt. Sie verbessern die Fließfähigkeit der Blutkörperchen, halten die Gefäße elastisch und wirken sich hierdurch günstig auf Herz, Kreislauf und das Immunsystem aus. Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Zellmembranen, kommen in der Netzhaut des Auges vor und sind unentbehrlicher Baustein von Nervenzellen (auch im Gehirn). Um Omega-3-Fettsäuren in ausreichender Menge über Nahrungsmittel aufzunehmen, sind wöchentlich mindestens zwei Portionen Meeresfisch notwendig, davon mindestens eine Portion fettreicher Meeresfisch (Makrele, Hering, Sardine, Lachs). 

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