Ausreichend Schlaf beugt
Übergewicht vor

Den größten Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht bei Kindern im Vorschulalter hat gemäß einer amerikanischen Untersuchung unzureichender Schlaf. Er setzte sich damit gegen die beiden ebenfalls vorhandenen Faktoren, wie nicht vorhandene feste Essenszeiten und zu viel Zeit vor dem Bildschirm, durch. Gänzlich trennen lassen sich aber zumindest Bildschirmzeit und Schlafdauer nicht.

Die Forscher aus den USA werteten für ihre Schlussfolgerung die Daten von 337 Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren und deren Eltern aus. Abgefragt wurden sowohl die Essenszeiten in der Familie, die Schlafdauer, das Gewicht, wie viel Zeit die einzelnen Familienmitglieder vor einem Bildschirm verbringen und ob im Schlafzimmer selbst ein Fernseher steht. Berücksichtigt wurden zudem Alter, Bildung und Einkommen der Eltern.

Und wie es in Familien so ist: Eltern, die selbst ausreichend Schlaf bekamen (mehr als sieben Stunden), hatten zumeist auch Kinder, die zumindest zehn Stunden und somit ausreichend Schlaf erhielten. Eltern und Kinder profitierten gleichermaßen von dem gewichtsregulierenden Effekt genügenden Schlafes. Übergewicht war in dieser Gruppe deutlich seltener.

Förderlich für die Schlafdauer wiederum seien ausreichende körperliche Aktivität, also wenig sitzend verbrachte Zeit, und die Abwesenheit von Fernsehgeräten im Schlafzimmer. Kleinkinder sollten zudem keinesfalls mehr als zwei Stunden täglich körperlich inaktiv vor einem Bildschirm verbringen. Die Empfehlungen von Pädagogen hierzulande liegen übrigens deutlich unter diesem Wert und bei Kindern im Alter von zwei bis vier Jahren bei maximal 20 – 30 Minuten täglich, einzelne Gehirnforscher raten gar gänzlich ab.

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