Initialfunken: Schwangerschaft beginnt
mit molekularer Pyrotechnik

Zinkfunken nennt man das Phänomen, bei dem die Eizelle mehrere Milliarden Zinkatome aus speziellen Aufbewahrungsorten dicht unter der Zelloberfläche entlässt. „Es ist wunderschön anzuschauen, koordiniert fast wie bei einer Symphonie“, berichtet Thomas O’Halloran von der Northwestern University in Evanston bei Chicago. 

Die Menge und Art der Zink-Funken scheint auch ein Hinweis darauf zu sein, wie wahrscheinlich es ist, dass die Eizelle sich zu einem Embryo zu entwickelt. Diese Information könnte vor allem bei künstlichen Befruchtungen hilfreich sein, meinen die Autoren einer aktuellen Studie.

Das molekulare Feuerwerk macht die Bedeutung  essentieller Mikronährstoffe rund um das Thema Fruchtbarkeit sichtbar. Speziell dem Spurenelement Zink bescheinigt die  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit wichtige Funktionen bei der Befruchtung. Dort heißt es unter anderem: „Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion, einer normalen DNA-Synthese und dem Erhalt eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung.“ Schade, dass die Eltern das Feuerwerk nicht sehen können, mit dem ihr Kinderwunsch Gestalt annimmt. Es wäre sicher ein würdiger Start in eine neue Lebensphase. 

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