Vegan ist in –
und doch suspekt?

Psychologen haben eine Erklärung dafür, warum die Debatte um die Ernährung so emotional geführt wird: Vegetarier (und Veganer) sind das personifizierte schlechte Gewissen der Fleischesser – und zwar selbst dann, wenn sie ihre Meinung darüber nicht missionarisch verbreiten.  

Fast ein Viertel der Veganer erklärte, sich durch die Reaktionen der Umwelt etwas belastet zu fühlen, jeder 10. spricht von einer deutlichen und acht Prozent der Veganer von einer starken Belastung. Auch in den Foren der Partnervermittlungen berichten Veganer von negativen Reaktionen ihrer Verabredungen auf ihre Ernährungsweise – bis hin zum Kontaktabbruch. Tenor in vielen Foren: Vegetarismus wird inzwischen breit akzeptiert, aber ein veganer Lebensstil ist für viele Fleischesser (noch) eine große Herausforderung. Auch wenn fleischfreie Ernährungsformen derzeit voll im Trend liegen ist es noch ein weiter Weg, bis vegan für alle „ganz normal“ ist.  

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