Womit wir länger leben.

Die Daten deuten darauf hin, dass ein hoher Konsum von Vollkornprodukten unter anderem das Herz-Kreislaufsystem stärkt, und so die Lebenserwartung erhöhen kann. Dass die Vollkornesser seltener an Krebs erkranken, konnte die Auswertung dagegen nicht belegen. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass vor allem die Getreideschalen (Kleie) bedeutsam sind. Diese enthalten Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Keimlinge hatten dagegen statistisch keinen Effekt. 

Laut Analyse blieb dieser Nutzen von Vollkornprodukten auch dann bestehen, wenn man „herausrechnete“, dass die Vollkornesser auch sonst gesünder lebten, z.B. seltener rauchten, mehr Sport trieben und sich allgemein ausgewogener ernährten.

In den USA laufen seit den 70er Jahren zwei große Studien zum Ernährungsverhalten und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit. Bei der „Vollkorn-Auswertung“ wurden die Daten von 70.000 Krankenschwestern und 40.000 (männlichen) Ärzten verwendet. Dabei füllen die Teilnehmer alle 2-4 Jahre einen Ernährungsfragebogen aus, in dem sie aus ihrer Erinnerung heraus angeben, welche Lebensmittel sie wie häufig bzw. in welcher Menge verzehren.

Wer seinen Vollkornkonsum steigern möchte, muss sich übrigens nicht auf Schwarzbrot (und anderes Vollkorngebäck) beschränken: Ungeschälter Naturreis, Haferflocken und Graupen (aus Gerste) sind ebenfalls Beispiele für Vollkornprodukte!

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