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Der Kaffee macht‘s

Seit der Kaffee im 16./17. Jahrhundert nach Europa kam, ist der Siegeszug dieses Getränks kaum aufzuhalten. Im Durchschnitt trinken die Deutschen 4 Tassen täglich. Dass Kaffee belebt, ist von jeher bekannt, auch wenn das verantwortliche Koffein erst entdeckt wurde, nachdem der Chemiker Friedlieb F. Runge der Idee von Johann Wolfgang von Goethe gefolgt war, die Kaffeebohnen zu destillieren.

Oft stand der Kaffee dabei in der Vergangenheit im Verdacht, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Doch die meisten Studien können diese Vermutung entkräften. Stattdessen zeigt sich, dass koffeinhaltiger Kaffee keinerlei negativen Effekt auf Blutdruck, Pulsfrequenz, Body-Mass-Index (BMI), Blutzuckerspiegel, Insulinmenge und verschiedene Blutfettwerte hat. Auch der oft gehörte Hinweis, Kaffee wirke entwässernd (weshalb in Österreich zum Kaffee automatisch ein Glas Wasser als Ausgleich gereicht wird), ist inzwischen vom Tisch.

Reichlicher Kaffeegenuss zeigte in einer Studie eine deutlich vorbeugende Wirkung gegen das Entstehen von Diabetes Typ 2, bereits mäßiger Kaffeekonsum scheint dem Entstehen der Parkinson-Krankheit vorzubeugen und ihre motorischen Symptome zu lindern. Zudem enthält Kaffee gesundheitsfördernde Antioxidanzien.

Eine aktuelle Studie aus den USA bewies nun, dass sich der Genuss von 2 Tassen Filterkaffee unmittelbar nach einer Lerneinheit auch positiv auf das Langzeitgedächtnis der Versuchsteilnehmer auswirkte.

Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass gesunde Erwachsene beim Konsum von bis zu 4 Tassen Filterkaffee täglich keine Sorgen um ihre Gesundheit haben müssen; lediglich Schwangere sollten hier Verzicht üben.