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Ein Gelenkersatz schützt
auch Herz und Gehirn

Nach der Operation sinkt für die Arthrosepatienten das Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen im Gehirn zu erleiden, an Herzinsuffizienz zu erkranken oder eine Operation an den herzversorgenden Arterien auf sich nehmen zu müssen im Vergleich zu den übrigen Arthrosepatienten um 44 Prozent. So das Ergebnis einer langjährigen Untersuchung von kanadischen Wissenschaftlern an 2200 Arthrosepatienten im Alter von über 50 Jahren.

Für ihre Forschungen erfassten die Wissenschaftler, welche Patienten innerhalb der ersten drei Jahre nach Studienbeginn ein künstliches Gelenk erhielten. In den folgenden etwa sieben Jahren wurde dann in beiden Gruppen, erfasst, ob und wie oft Ereignisse wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Durchblutungsstörungen des Gehirns, Fälle von Herzinsuffizienz und Eingriffe an den Herzkranzgefäßen eintraten. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, wurden die Patienten entsprechend ihrer Risikofaktoren in Gruppen eingeteilt. 

Die Wissenschaftler erklärten den positiven Effekt eines Gelenkersatzes damit, dass eine nicht entsprechend behandelte Arthrose immer auch Bewegungsvermeidung oder –minderung mit sich bringe. Dieser Bewegungsmangel verstärke insbesondere bei bereits vorhandenen Risikofaktoren oder Erkrankungen leider die Wahrscheinlichkeit, eines der beschriebenen Ereignisse zu erleiden. Zusätzlich könnte auch psychischer Stress und die unkontrollierte Einnahme von Schmerzmitteln das kardiovaskuläre Risiko steigern.

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