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Frühstücken ist auch für Kinder
ein guter Start in den Tag

Ein Verzicht auf das Frühstück ist weltweit vor allem bei Jugendlichen und jungen Frauen sowie in den unteren sozialen Schichten zu beobachten. Neben dem negativen Vorbild der eigenen Eltern führen Zeitmangel, falsche Diätvorstellungen, ungesunde Ernährungsweise oder schlicht Armut zum Frühstücksverzicht. 

Dabei kann das Auslassen der ersten Mahlzeit des Tages der Gesundheit schaden. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig frühstücken, seltener unter Beschwerden wie Depressionen, Angstzuständen oder Ärger/Stress leiden und zudem länger und entspannter schlafen. Ein regelmäßiges tägliches Frühstück senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die vielen Stunden ohne Nahrungszufuhr machen sich offensichtlich auf biochemischer Ebene mit einem erhöhten Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterinspiegel bemerkbar, beides Risikofaktoren für die Entstehung von Arteriosklerose und ihren Folgeerkrankungen. Männer, die den Tag ohne Frühstück beginnen, haben beispielsweise nach 16-jähriger Beobachtungszeit ein um 27 Prozent erhöhtes Risiko, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln. Kinder, welche frühstücken, zeigen in der Schule eine bessere Leistung, können sich besser konzentrieren, haben ein besseres Erinnerungsvermögen, eine höhere Frustrationstoleranz und eine höhere Aufmerksamkeit. Ähnliche Effekte zeigen sich auch bei Erwachsenen.

Im Idealfall empfehlen die Wissenschaftler ein gemeinsames Frühstück innerhalb der Familie bei ausreichender Zeit mit einem hohen Anteil von Getreide (Müsli, Vollkorn) und Obst. Ansonsten sind Frühstücksclubs in den Schulen und Kindergärten eine gute Alternative.