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Simple Maßnahmen gegen
Erkältungs- und Schnupfenerreger

Die Forscher imitierten den Befall mit Viren, indem sie an ein oder zwei frequentierten Bereichen eines Bürogebäudes und eines Pflegeheimes bestimmte Bakterien ausbrachten. Diese verfügten, wie bestimmte Viren, über die Fähigkeit, sich über Kontakt weiterzuverbreiten, waren aber völlig ungefährlich. Anschließend nahmen die Wissenschaftler engmaschige Kontrollen sowohl an anderen Orten der Gebäude, als auch an den Besuchern vor. Bereits nach zwei bis vier Stunden waren 40 bis 60 Prozent der von Einrichtungsgegenständen und Personen genommenen Proben infiziert. 

Die Forscher stellten aber auch fest, dass sich diese ungehemmte Verbreitung leicht und effektiv stoppen lässt, indem man Oberflächen wie Türklinken, Telefonhörer, Tischplatten, Griffe und Tastaturen mit geeigneten Hygienetüchern abwischt und die Mitarbeiter und Besucher zu regelmäßigem und gründlichem Händewaschen anhält. 

Bei vielen Viren ist das Waschen mit Wasser und Seife und die anschließende mechanische Reinigung mit einem Handtuch ausreichend. Der Grund hierfür liegt in der fetthaltigen Hülle der Viren, die fettlösende Seife und warmes Wasser nicht verträgt. Zu dieser Gruppe gehören viele der üblichen Erkältungs- und Schnupfenerreger. Wunderwaffe Wasserhahn lässt grüßen. Allerdings sollte man gründlich zu Werke gehen und sich mindestens dreißig Sekunden Zeit für das Händewaschen nehmen.

© Vladyslav Bashutskyy / fotolia