Rauchstopp tut auch
der Seele gut

Viele Raucher befürchten, sich durch den Verzicht auf die Glimmstängel einer psychischen Mehrbelastung auszusetzen. Dies führt dazu, dass selbst, wenn der Entschluss zum Aufhören längst gefallen ist, bis zur Umsetzung auf eine Phase der Entspannung gewartet wird. Wie einer der beteiligten Forscher äußerte, seien viele Raucher der Ansicht, sie bräuchten die Zigaretten, um ihre Ängste und schlechte Stimmung zu beheben. In Wirklichkeit seien die Ängste und Missstimmungen aber eine Nebenwirkung des Tabakkonsums selbst. 

Auch viele Mediziner waren bislang der Überzeugung, Patienten, die sich in einer Phase seelischer Instabilität befanden, nicht „zusätzlich auch noch“ einen Rauchstopp empfehlen zu können. Aber bereits nach nur sechs rauchfreien Wochen zeigte sich ein positiver Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Dieser Effekt war nahezu mit der Gabe von Antidepressiva vergleichbar. 

Der Metaanalyse, die von Forschern der Universität Birmingham erstellt wurde, lagen 26 Studien zugrunde, bei denen die Patienten sowohl vor dem Nikotinentzug, als auch mindestens sechs Wochen danach zu ihrer Stimmungslage und vorhandenem Stress befragt wurden.

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