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Schweißfüße
bekämpfen Malaria

Doch es gibt durchaus Wesen, die darauf eindeutig fliegen, nämlich Malariamücken. Im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten, die selbst keine Malaria übertragen, werden Anophelesmücken vom Geruch von Käsefüßen eindeutig angezogen. Forscher der Londoner Akademie für Hygiene und Tropenmedizin arbeiten derzeit mit Volldampf am chemischen Code für Schweißfußgeruch, um ihn synthetisch in großer Menge herstellen zu können. Das Ziel ist es, damit Fallen zu bestücken, welche die Malariamücken anziehen, ihre nichtinfizierten Verwandten aber verschonen. 

Dem niederländischen Studenten, der vor einigen Jahren aufgrund seiner extremen Schweißfüße von zwei Universitäten ausgeschlossen worden war, ehe ihm das Gericht in Rotterdam schließlich das Recht zubilligte, seine Füße zu lüften und sein Studium abschließen zu dürfen, wird das wenig helfen. Wenn es auch Ihnen bisweilen stinkt, dann gibt es eine ganze Anzahl an Dingen, die das Phänomen zu reduzieren helfen. 

Neben der Wahl luftdurchlässiger Schuhe, atmungsaktiver Socken und waschbarer Einlegesohlen helfen Fußbäder und Fußgymnastik, die Verwendung von Talkumpuder oder Fußdeo. Auch kann man bei der Ernährung ansetzen. Viele Lebensmittel bringen einen „ins Schwitzen“ und dies nicht nur auf der Stirn. Zu den üblichen Verdächtigen gehören Kaffee, Alkohol, Fleisch und scharfe Gewürze. Vom Salbei hingegen (zum Beispiel als Tee) ist allgemein bekannt, dass er die Schweißproduktion deutlich senkt. Wer ihn geschmacklich nicht mag, kann stattdessen auch die Füße darin baden.

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