Selbstdisziplin hilft
beim Schlafen

Was an Wochenenden durchaus üblich ist, wird zum Problem, wenn es bei Berufstätigen auftritt, die dann übermüdet ihrem Gelderwerb nachgehen müssen. Besonders weit verbreitet scheint das Phänomen unter Studenten zu sein, aber auch in der Gesamtbevölkerung betrifft es immerhin zehn Prozent der Erwachsenen. Sie bleiben nahezu immer länger wach, als es ihrem Schlafbedürfnis entspricht und dies, obwohl keine zwingenden Gründe dem rechtzeitigen Zubettgehen im Weg stehen.

Wissenschaftler der Universität Utrecht in den Niederlanden sind dem Phänomen des selbstverursachten Schlafentzuges auf den Grund gegangen und stellten fest, dass sich insbesondere Personen mit geringer Selbstdisziplin vom Schlafen abhalten lassen. Dabei gehe es wohl weniger darum, nicht schlafen zu wollen, als vielmehr, die Dinge, mit denen man sich gerade beschäftige, nicht beenden zu wollen und sich von diesen soweit ablenken zu lassen, dass die natürlichen Bedürfnisse einfach zu kurz kämen. Die Betroffen gaben durchaus an, am folgenden Tag unter Müdigkeit zu leiden. Trotzdem ließen sie sich weiterhin vom Schlafen ablenken. Obgleich die Wissenschaftler die Anlässe zum Schlafentzug nicht nannten, waren sich die Kommentatoren ziemlich einig darüber, dass mit der Verbannung von Fernseher und Mobilgeräten aus dem Schlafzimmer schon der erste Schritt zur Lösung getan wäre.

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