141125gmunterhaltung169

Bei Stress lieber nicht
vor die Glotze

Die Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Amsterdam befragten knapp 500 Personen nach dem Verlauf ihres Tages, wie sie sich nach der Arbeit gefühlt und wie sie den Abend verbracht hatten. Ausgerechnet bei denjenigen, welche bei der Befragung angaben, nach der Arbeit unter Müdigkeit und Erschöpfung zu leiden, hatte die anschließende „Entspannung“ vor dem Fernseher oder Bildschirm einen gegenteiligen Effekt. Die Betroffenen gaben an, sich schuldig zu fühlen, den Abend so sinnlos verplempert zu haben, statt sich wichtigeren Dingen gewidmet zu haben und warfen sich mangelnde Selbstdisziplin vor.

Dies führte gemäß der Untersuchung zu einer verminderten Erholung sowie zu einer reduzierten Vitalität und mentalen Leistungsfähigkeit. Die negativen Folgen des Medienkonsums bei den durch Schule oder Beruf gestressten Personen übertraf die entspannende Wirkung der Mediennutzung, welche in einer früheren Untersuchung nachgewiesen worden war, bei weitem.

Die Übernahme des im Job üblichen „Leistungsgedankens“ in den Feierabend hinein steht einer Entspannung durch pures Nichtstun offenbar im Wege. Wenn auch dem Stress als solchem nicht kurzfristig abzuhelfen ist, so bergen doch zahlreiche andere entspannende Tätigkeiten auch etwas Produktives in sich. Sei es gemütliches Zusammensein am Kamin, etwas Ausgefallenes kochen, sich künstlerisch betätigen oder das Schmökern eines Bildbandes für die Planung der nächsten Urlaubsreise.

© Elenathewise/ fotolia