Technostress nervt Frauen
weniger als Männer

Vorausgehende Studien hatten bereits Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Männer sich insbesondere auf Leistungsdruck hin gestresst zeigen, wogegen Frauen eher auf zwischenmenschliche Zurückweisung entsprechend reagieren.

Für die jetzige Untersuchung wurden insgesamt 77 Männer und Frauen, die alle mit Internetnutzung und Computern gleichermaßen vertraut waren, mit einem „schweren Ausnahmefehler“ eines Computers in einer Situation mit oder ohne Zeitdruck konfrontiert. Als Maßstab für den Stressfaktor diente den Wissenschaftlern dabei der gemessene Hautleitwert an der unbeteiligten Hand, denn innere Anspannung zeigt sich durch eine erhöhte Tätigkeit der Schweißdrüsen und geht zwangsweise mit einer Erhöhung dieses Wertes einher.

Es zeigte sich hierbei ein signifikanter Unterschied in der körperlichen Stressreaktion. Salopp gesagt, die Männer unter Zeitdruck, denen der Computer die Fehlermeldung präsentierte, gerieten stärker ins Schwitzen, als ihre weibliche Vergleichsgruppe. Diese ließen sich durch die Fehlermeldung nicht verunsichern.

Auch wenn aufgrund der geringen Teilnehmerzahl das Ergebnis nur als erster Hinweis gewertet werden kann, folgerten die Wissenschaftler aus diesen Testergebnissen, dass die körperlichen Reaktionen auf „Technostress“ unter Zeitdruck bei Männern deutlich stärker ausfallen, als bei Frauen.