Geplante Änderungen
der WHO-Empfehlungen
zum Zuckerkonsum

Bisher lautete die Empfehlung der WHO, maximal zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr aus Zucker zu beziehen. Das entsprach bei einem normalgewichtigen Erwachsenen etwa 50 Gramm Zucker am Tag. Gemäß Vorlage der WHO soll diese Menge auf künftig unter fünf Prozent sinken.

Hintergrund ist die Zunahme an Menschen, die an Übergewicht leiden, aber auch die Prävention vor Zahnschäden durch Karies. Nicht nur der Haushaltszucker steht dabei im Fokus, sondern alle Mono- und Disaccharide, also auch der Zuckergehalt in Honig oder Säften. Der neue Grenzwert ist auf Basis von 9000 Studien gelegt worden. Das bedeutet, dass die WHO davon ausgeht, dass ein regelmäßiger Zuckerkonsum über den genannten Grenzwert hinaus negative Folgen für die Gesundheit mit sich bringt.

Das Ziel von nur fünf Prozent ist recht ambitioniert und dürfte den Ernährungsgewohnheiten von vielen eher widersprechen. Bei Frauen wäre die Tagesdosis an Zucker bereits mit einem Glas Cola erreicht.

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