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Nutzt außergewöhnliche
Beweglichkeit die Gelenke ab?

Fachleute sprechen von Hypermobilität. Einzelne Gelenke mit überdurchschnittlich hoher Flexibilität sind aber keine Seltenheit – vor allem bei Frauen ist das Phänomen sogar recht verbreitet. Ob jemand einfach besonders gelenkig oder schon hypermobil ist, lässt sich anhand eines Testes (dem Beighton Score) feststellen. Darin bekommt zum Beispiel Punkte, wer seinen kleinen Finger mehr als 90° aufstellen kann. 

Gesund ist die Überbeweglichkeit auf Dauer leider nicht: Häufiges Überdehnen der Gelenke kann zu Gelenkverschleiß und Rückenschmerzen führen. Gerade unter Turnern und Tänzern, bei denen Hypermobilität fast eine Berufsvoraussetzung ist, sind solche Probleme verbreitet. Ärzte raten vor allem, die unnatürliche Überdehnung zu vermeiden. Das gilt beispielsweise auch beim Erlernen von Yoga-Übungen, welche unphysiologische Haltungen erfordern. Besonders bewegliche Gelenke brauchen darüber hinaus eine starke Muskulatur, die den Bewegungsapparat stützt.

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