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Bio und Vegan zugleich –
geht das?

Bisher fehlt den meisten Veganern im Alltag eine echte Wahlmöglichkeit, und sie müssen sich zwischen zwei Kompromissen entscheiden: Entweder sie kaufen Bioware, die mit Nebenprodukten aus der Nutztierhaltung erzeugt wurde oder Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft, die mit chemischem Dünger und gewissen Belastungen für das Ökosystem einhergeht.

Inzwischen gibt es auch erste Ansätze zur bioveganen Landwirtschaft. So bemüht sich das Bio-Vegane Netzwerk darum, Standards für Erzeuger zu schaffen. Als Dünger wird ausschließlich pflanzlicher Kompost verwendet, die Fruchtfolge muss sorgfältig geplant werden. Die Auflagen für eine biovegane Landwirtschaft gehen aber noch viel weiter:  Auf chemische Pflanzenschutzmittel ist zu verzichten, Unkraut muss also von Hand bekämpft werden. Gegen Schädlinge wie etwa Schnecken sollen natürliche Fressfeinde helfen, welchen in den brachliegenden Ackerrandstreifen Rückzugsmöglichkeiten erhalten sollen. Schon diese wenigen Beispiele zeigen, dass biovegane Landwirtschaft aufwändig ist und kaum zur industriellen Massenproduktion taugt. Einzelne regionale Vermarkter gibt es aber bereits. Ihre Prinzipien können auch als Richtschnur für jene dienen, die für den Eigenbedarf Gemüse oder Obst anbauen. Zumindest bei  Tomaten und Kräutern, Äpfeln oder Kirschen aus dem eigenen Garten muss kein Veganer auf Bio-Lebensmittel verzichten!

Bild: © Petair / Fotolia.com