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Eine Quintillion
Mitbewohner

Der Körperscanner im Museum Micropia zeigt 100 Quintillionen Mikroorganismen. Das ist eine 1 mit 30 Nullen dahinter. Jeder Erwachsene trage durchschnittlich anderthalb Kilogramm Mikroben mit sich herum, erzählt der Zoodirektor Haig Balian. Das ist nicht eklig, sondern lebenswichtig. Bakterien sorgen dafür, dass unser Darm funktioniert und sie nehmen Einfluss auf unser Immunsystem. Auf der Haut und den Schleimhäuten bilden sie eine Barriere gegen Krankheitserreger.

Der Mikroben-Zoo gibt mit Mikroskopen, 3-D-Linsen und im Modell Einblick in die Welt der Mikrobiologie. Wie überleben „extremophile“ Bakterien bei 98° Celsius oder radioaktiver Strahlung? Welche Arten könnten uns helfen, Probleme wie Umweltverschmutzung oder Krankheiten zu bekämpfen? Und wie viele Bakterien tauschen wir beim Küssen? Der Zoo macht Mikrobiologie anschaulich, spannend – und gewinnt der Welt der kleinsten Lebewesen auch ästhetische Seiten ab. Gefährliche Krankheitserreger wie HIV oder Ebola-Viren sind natürlich nicht „persönlich“ anwesend. Hier geht es zur Expedition in die unsichtbare Welt der Mikroorganismen.

Bild: © Giovanni Cancemi / fotolia.com