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Ist Cola ein Knochenkiller?

Wissenschaftler untersuchen noch, wie die Wirkung kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke auf die Knochengesundheit zu Stande kommt. Ein Grund könnte die zumeist in größeren Mengen vorhandene Säure sein: Der Körper muss den Säureüberschuss ausgleichen (puffern). Dafür wird Calcium benötigt, welches aus den Knochen herangeschafft wird. Besonders verdächtig scheint den Forschern die Phosphorsäure, welche in Cola-Getränken enthalten ist. Sie wird besonders gut vom Körper aufgenommen und hat daher möglicherweise einen größeren Einfluss auf den Calcium-Haushalt als Phosphat aus anderen Lebensmitteln.

Mit etwa 20 Jahren erreichen unsere Knochen ihre höchste Dichte – danach geht es unweigerlich bergab. Nach den Wechseljahren ändert sich aufgrund der Hormonumstellung der Knochenstoffwechsel, und der Abbau des Knochens wird begünstigt. Im Alter können die Knochen richtig brüchig werden, man spricht von Knochenschwund (Osteoporose). Gerade in der zweiten Lebenshälfte ist es daher wichtig, die Knochengesundheit zu unterstützen: Mit ausreichend Calcium und Vitamin D, das für den Einbau des Kalziums in die Knochen benötigt wird. Parmesan und andere Milchprodukte, aber auch Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder Mandeln sind gute Calciumquellen.

Bei Teenagern beeinträchtigt die Vorliebe für Softdrinks die Knochendichte, besonders bei Mädchen. Für Erwachsene ist der Nachweis schwieriger, aber die bisherigen Daten großer Langzeitstudien deuten an: Knochen mögen keine Limo.

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