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Machen Kinder glücklich?

Ein Überblick über die Ergebnisse bisheriger Studien zeigt: Das Lebensglück der Eltern hängt davon ab, in welcher Situation sie Kinder bekommen. Sehr junge Menschen (unter 25 Jahren) waren im Vergleich zu kinderlosen Altersgenossen eher unglücklicher. Älteren Semestern dagegen schenkten die Kinder vergleichsweise mehr Lebensqualität. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Während Männer durch die Geburt ihres ersten Kindes zufriedener und glücklicher wurden, gab es unter den Müttern widersprüchliche Gefühle. Mit steigender Kinderzahl stieg bei ihnen der Stresslevel, welcher – so mutmaßen die Autoren der Studie – die positiven Gefühle der Mutterschaft überdecken könnte. Die Ergebnisse zeigen auch: Die Lasten der Kindererziehung ruhen im statistischen Durchschnitt eher auf den Schultern der Mütter. Wenig überraschend: Paare sind als Eltern glücklicher als Alleinerziehende – und das womöglich nicht nur, weil sie sich die Betreuung der Kinder teilen können. Auch die finanzielle Ausstattung der Familie bestimmt, wie zufrieden die Eltern leben. 

Kinder werden als sinnstiftend und bereichernd empfunden. Im Alltag verdecken allerdings manchmal Schlafmangel, Geldsorgen und Zeitdruck die positiven Gefühle.  Dazu meint der Pädagoge und Buchautor Prof. Anton Bucher:„Wir Eltern sollten unsere Kinder glücklich machen! Kinder sollten um ihrer selbst willen geboren werden und nicht für das Glück der Eltern”. So gesehen ist die Frage nach dem statistischen Elternglück ohnehin rein akademisch.

Bild: © Rainer Holz