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Männer schwitzen –
Frauen glühen

Interessant war auch eine andere Beobachtung: entgegen der landläufigen Meinung, die starkes Schwitzen beim Sport  als Hinweis auf mangelndes Training wertet, schwitzen trainierte Männer und Frauen stärker als Untrainierte. Bei Ihnen beginnt der Körper mit der Schweißkühlung bereits dann, wenn die Körpertemperatur durch die Anstrengung mäßig steigt. Dieser Effekt ist bei Frauen allerdings schwächer ausgeprägt als bei Männern – Frauen schwitzen auch dann weniger, wenn der Körper an sportliche Belastung gewöhnt ist. 

Der bisherige Forschungsstand deutet darauf hin, dass Hormone für die Schweißproduktion verantwortlich sind: Jungs beginnen erst nach der Pubertät stärker zu schwitzen als Mädchen. Ein steigender Testosteronspiegel scheint die Schweißproduktion anzukurbeln. Hormone könnten auch dazu beitragen, dass trainierte Körper schneller transpirieren – die Testosteronspiegel der Versuchspersonen wurden aber nicht gemessen. 

Auf jeden Fall gilt: Die Intensität des Trainings lässt sich nicht an der Schweißmenge ablesen: Nur weil Frau nach dem Sport nicht nass geschwitzt ist, hat sie deswegen nicht unbedingt weniger hart „gearbeitet“. 

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