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Süße Freizeit

Besonders interessant fanden die Forscher, dass der ohnehin hohe Zuckerkonsum am Wochenende noch ansteigt. Verantwortlich dafür sind aber nicht nur Süßigkeiten wie Bonbons und Schokolade – sondern auch Lebensmittel wie Frühstücksflocken, Müslimischungen, Marmelade und süße Limonaden. Die Wissenschaftler möchten Eltern für den hohen Zuckerkonsum sensibilisieren und fordern, die Zuckerzufuhr zu verringern.

Das ist zwischen Geburtstagskuchen, Ausflugs-Eiscreme, süßen Gastgeschenken und dem gemütlichen Wochenendfrühstück mit Schokocreme leichter gesagt als getan. Ob Haferflocken zuckrige Maisflakes ersetzen können, Früchtetee statt gesüßter Limo oder Obsthäppchen anstelle von Schokolade verzehrt werden – welche Alternativen zum Zuckerzeug durchsetzbar sind, muss jeder selbst entscheiden. Gerade beim“ Zuckersieger“ Deutschland darf die Studie aber durchaus ein Anlass sein, die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen. Die Gesamt-Zuckermenge, die die Kinder durchschnittlich pro Tag aufnahmen, lag in Deutschland bei 114 g – das entspricht etwa 38 Stücken Würfelzucker.

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