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Bewegung für Babys!

Säuglinge haben bereits einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Gleichzeitig fehlt den Jüngsten ein gesundes Risikobewusstsein – und so kollidiert der Entdeckergeist der Kleinen gelegentlich mit dem Beschützerinstinkt der Großen. Die Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit dauerhaft einzuschränken, ist keine gute Lösung, finden die Experten. Bewegung fördert nämlich nicht nur die motorische Entwicklung, sondern unterstützt auch Lernprozesse im Bereich der geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung.

Sitzschale nur im Auto nutzen

Angeschnallt im „MaxiCosi“ ist das Kind sauber, warm und auch auf erhöhtem Standort sicher. Trotzdem sollten die Kinder darin nur kurze Zeit festgesetzt werden. „Ganz entscheidend ist es, die Freude an der Bewegung zu erhalten und den Bewegungsdrang nicht zu bremsen. Nach dem Stillsitzen müssen sich die Kinder dann wieder bewegen dürfen.“, mahnt Prof. Christine Graf. Das Kind nach der Fahrt im Sitz zu lassen, etwa weil dieser als Kinderwagenersatz auf ein Gestell gesteckt wird, sollte daher die Ausnahme bleiben.

Wache Babys können aus der Bauchlage heraus ihre Muskeln trainieren und die Umgebung erkunden.  Spezielle Übungen braucht das Baby nicht – aber im Alltag reichlich Gelegenheit zu strampeln, robben oder krabbeln in einer sicheren Umgebung. Bildschirme verleiten schon die Kleinsten dazu, sich weniger zu bewegen und haben im Babyalltag nichts zu suchen. Auch von Lauflernhilfen raten die Mediziner ab. Alle Tipps zur Bewegung und Ernährung von Säuglingen im ersten Lebensjahr lassen sich als Broschüre bestellen oder im Internet nachlesen.

Bild: © Oksana Kuzmina / Fotolia.com