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Buntes Gemüse hilft
gegen grauen Star

Katarakt kann zum Verlust des Augenlichtes führen und wird hierzulande in der Regel vorher operativ behandelt: Die getrübte Linse wird dabei gegen eine Kunstlinse ersetzt. Besser wäre es natürlich, wenn weniger Menschen überhaupt einen grauen Star entwickelten.

Die Wissenschaftler untersuchten fast 350 ältere Zwillingsschwestern ab 60 Jahren und werteten Daten aus 10 Jahren Beobachtungszeit aus. Es handelte sich sowohl um eineiige als auch um zweieiige Zwillinge. Erstere haben eine gleiche genetische Ausstattung, letztere unterscheiden sich genetisch wie andere Geschwister auch, teilen aber meist ähnliche Umweltfaktoren. Ihre Ernährung wurde anhand von Fragebögen erfasst und anschließend berechnet, wieviel Mikronährstoffe die Studienteilnehmer aufnahmen.

Mit Hilfe statistischer Analysen untersuchten die Forscher, welche Nährstoffe einen Einfluss auf das Krankheitsrisiko hatten. Dabei wird immer auch geprüft, ob die gefunden Zusammenhänge „signifikant“ sind. Dazu berechnet man, ob es sich um ein Zufallsergebnis handeln kann. In Bezug auf Vitamin C war das Ergebnis eindeutig: Wer mit seiner Nahrung viel Vitamin C verzehrte, hatte ein geringeres Risiko, eine Katarakt zu entwickeln. Bei Teilnehmerinnen, die dennoch krank wurden, entwickelte sich die Linsentrübung langsamer als bei Probanden mit unausgewogener Ernährung.

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