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Hunde schützen
vor Asthma

„Der beste Freund des Menschen“ schützt auch den Nachwuchs: Kommen Kinder schon im ersten Lebensjahr regelmäßig mit Hunden in Kontakt, senkt das ihr Risiko an Asthma zu erkranken um etwa 15 Prozent. Forscher werteten die Daten von etwa 1 Million Kinder aus, die zwischen 2001 und 2010 in Schweden geboren wurden. Dazu konnten Meldedaten über Hundehalter und Informationen des schwedischen Gesundheitssystems verwendet werden.

Dreck trainiert das Immunsystem

Gleichzeitig bestätigten die Wissenschaftler ältere Untersuchungen zum sogenannten „Stalleffekt“: Kinder, die regelmäßig Kontakt zu Nutztieren (etwa in der Landwirtschaft) haben, erkranken deutlich seltener an Asthma als ihre Altersgenossen aus dem urbanen Milieu. Im Viehstall atmen die Kinder eine Mischung verschiedener Mikroorganismen und Allergene ein. Bakterien, Pilze, Sporen und Pollen haben offenbar einen gewissen „Trainingseffekt“ auf das Immunsystem, das dann im späten Leben seltener allergisch überreagiert.

Die neue Studie reiht sich nahtlos in die bisherigen Erkenntnisse zur Allergievermeidung ein: Schon im Säuglingsalter sollten die Hygienemaßnahmen nicht übertrieben werden. Hausstaub und Tierhaare sind auch für allergiegefährdete Kinder ein wichtiger Sparringspartner im Trainingsplan für ein gesundes Immunsystem. 

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