160621gmkinderwunsch169

Mit Gluten nicht zu
lange warten

Im Rahmen einer sogenannten Metaauswertung  von 13 verschiedenen Studien berechneten amerikanische Forscher das geringste Risiko für solche Kinder, die zwischen dem vierten und dem sechsten Monat erstmals Kontakt zu kleinen Mengen Gluten hatten, etwa in Form von Getreidebrei. Das galt auch für Kinder, die aufgrund ihres genetischen Erbes ein besonders hohes Risiko mitbrachten, die Krankheit zu entwickeln.

Bei Kindern, die erst nach dem siebten Monat mit Gluten in Kontakt kamen, war das Risiko einer Unverträglichkeit deutlich höher.

Stilldauer ohne Einfluss

Die Stilldauer war in den betrachteten Studien übrigens nicht ausschlaggebend für das Zöliakierisiko.  Das ist für alle Mütter eine gute Nachricht, die ihre Kinder nicht oder nur kurz stillen konnten. Aufgrund der vielen anderen Vorteile der Muttermilch schließen sich die Autoren trotzdem der Empfehlung an, mindestens 4 Monate ausschließlich Muttermilch zu fütttern. Ansonsten bleiben sie mit allgemeinen Empfehlungen vorsichtig: Da die untersuchten Studien sehr unterschiedlich waren, ist es schwer, eindeutige Schlüsse zu ziehen. Wer sein Baby ab dem vierten Monat mal ein Weizenbrötchen in die Hand drückt oder erste Vollkornbreie füttert, macht jedenfalls nichts falsch. 

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