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Sitzen ist das
neue Rauchen

Wer im Büro und auf dem Weg dahin schon sitzt und sich davon abends auf der Couch erholt, kommt auf bis zu 14 Stunden Sitzen pro Tag, warnt die deutsche Bundesanstalt für Arbeitsschutz. Das hat Folgen: So nehmen etwa Herz-Kreislauferkrankungen zu, je weniger man sich bewegt. In der aktuellen Untersuchung stellten die Forscher fest, dass Menschen die viel saßen (über 8 Stunden) und nicht sportlich aktiv waren ein deutlich höheres Sterberisiko hatten als Menschen mit mehr Bewegung. Schon ab 60 Minuten „Training“ pro Tag konnten sie die Nachteile ausgleichen. Dazu mussten die betrachteten Studienteilnehmer nicht einmal ins Fitnessstudio oder auf den Fußballplatz – schon zügige Spaziergänge oder Radfahren zeigten entsprechende Effekte. Und selbst wer die 60 Minuten nicht schafft, profitiert offenbar: Jede bewegte Minute reduziert das Sterberisiko.

Todesursache: Faulheit

Die Forscher bewerten die Auswirkungen der Bewegungsarmut auf die Gesundheit ähnlich denen von Übergewicht und Rauchen. Das passt zu den Ergebnissen älterer Untersuchungen, nach denen weltweit mehrere Millionen Todesfälle auf mangelnde Aktivität zurückzuführen seien. Wer regelmäßig joggt, schwimmt oder radelt, muss die Auswirkungen eines Arbeitstages im Sitzen also offenbar nicht weiter fürchten – solange sich Gelenke und Rücken nicht vernachlässigt fühlen und entsprechend gereizt reagieren. Wer auch in der Freizeit ungern sportelt, sollte dringend mehr Bewegung in den Alltag einbauen. Anleitungen für ein paar schnelle Übungen (auch vor dem Fernseher) halten wir beispielsweise hier für Sie bereit! 

Bild: © Sergey Nivens / Fotolia.com