1612gmkinderernaehrung169

Teenies verbrauchen
weniger Kalorien

„Der Junge ist noch im Wachstum!“ lautet ein gängiger Kommentar auf die Essensmengen, die sich Heranwachsende manchmal einverleiben. Mit einem gesteigerten Kalorienbedarf hat das allerdings nichts zu tun, wie britische Forscher kürzlich in einem Langzeitexperiment zeigen konnten. Ihre Ergebnisse belegen, dass in den Jahren der Pubertät der Energiebedarf deutlich sinkt – ein Phänomen, welches erklären könnte, warum so viele Heranwachsende mit Übergewicht zu kämpfen haben.

Langzeitstudie über 10 Jahre

Die Wissenschaftler begleiteten 350 Kinder zwischen dem 7. und dem 14. Lebensjahr und prüften dabei unter anderem den Energieverbrauch, das Körpergewicht und den Körperfettanteil. Mit 10 Jahren lag der durchschnittliche Energieverbrauch pro Tag bei 1600 kcal (Jungen) bzw. 1500 kcal (Mädchen). Danach veränderte sich der Verbrauch bei den Heranwachsenden. Mit 15 Jahren war der Grundumsatz um bis zu einem Viertel gesunken.  Erst mit 16 Jahren stieg er wieder an. Die Ursache dafür ist nicht geklärt, offenbar wird im Zuge der körperlichen Veränderungen auch der Stoffwechsel „umgekrempelt“.

Weniger Aktivität

Die Studie dokumentierte außerdem, dass die Teenager sich im Durchschnitt weniger bewegten als noch im Kindesalter. Der niedrigere Grundumsatz konnte daher auch nicht durch mehr körperliche Aktivität ausgeglichen werden. Beide Effekte zusammen fördern das Risiko für Übergewicht, warnen die Experten. 

Bild: © weseetheworld / Fotolia.com