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Du bist nicht Du selbst,
wenn Du hungrig bist!

Das Gehirn reagiert sensibel, wenn es nicht ausreichend mit Energie (in Form von Glukose) versorgt wird.  Das Ergebnis sind Konzentrationsschwierigkeiten – und eine schlechte Impulskontrolle. Die kann sich auch in sozialen Aussetzern äußern: Wenn ein sonst friedfertiger Kollege plötzlich pöbelt wie ein Kleinkind – bieten Sie mal einen Keks zum Kaffee an.

Hungeralarm!

Der niedrige Zuckerspiegel setzt eine ganze Kaskade von  Reaktionen in Gang: Das Gehirn hat festgestellt, dass die Versorgungslage nachlässt und gibt diese Meldung weiter. Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Diese Stresshormone leiten ein entsprechendes Krisenbewältigungsprogramm ein.  Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Gefahr droht und sollen unseren Körper auf die anstehenden Aufgaben wie Flucht oder Kampf vorbereiten – innere Ruhe und Ausgeglichenheit fördern sie dagegen nicht gerade. Das ist sinnvoll, wenn man sich zum Überleben mit anderen um sein Essen prügeln muss – in der Warteschlange der Kantine sind sie eher kontraproduktiv.

Schließlich sind auch noch Neurotransmitter beteiligt, welche im Gehirn ganz verschiedene Informationen übermitteln. Das Neuropetid Y wird bei Hunger ausgeschüttet. Gleichzeitig spielt es aber auch bei der Entstehung von Gefühlen wie Angst und Aggression eine Rolle. Kein Wunder, dass hungrige Menschen gerne mal „um sich beißen“ – auch im übertragenen Sinne.

Was tun?

Die beste Lösung ist simpel: essen. Die Schokokekse sind dabei nur die zweite Wahl, denn alles, was den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe katapultiert, lässt ihn später auch rasch in das nächste Loch fallen. Wenn Sie die Langmut Ihrer Mitmenschen nicht zu sehr auf die Probe stellen möchten, essen Sie lieber nährstoffreiche Lebensmittel. Ein Obstkorb, gerne angereichert mit Nüssen, kann dem Bürofrieden sehr zuträglich sein.

Auch wenn nichts Essbares in Sicht ist und Sie noch durchhalten müssen, werden sich die Glukose-Spiegel auf Dauer stabilisieren. Der Körper beginnt, auf Reserven zurückzugreifen. Gleichzeitig wird der Energiebedarf gedrosselt, die körpereigene Alarmglocke schrillt ein wenig leiser und das Sozialverhalten normalisiert sich. Die Stunden bis zu diesem Zeitpunkt können sich allerdings für alle Beteiligten ziemlich in die Länge ziehen…..

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