1602gmsport169

Wie ein Nagel im Fuß

Besonders anfällig für einen Fersensporn sind Läufer, aber auch Menschen mit einer Fußfehlstellung oder Übergewicht sind häufiger betroffen. Eine verkürzte Wadenmuskulatur kann die Entstehung eines Fersensporns zusätzlich begünstigen, daher empfehlen Sportmediziner, Wade und Achillessehne regelmäßig zu dehnen. (Die Muskeln üben sonst ständig Zug auf die Fußsohle aus, was zu einer Überlastung führen kann.) Schließlich spielt auch das Alter eine Rolle – einen Fersensporn entwickeln meist Menschen, die älter als 40 Jahre sind.

Schmerzen entstehen, wenn sich die Sehnenplatte in der Fußsohle entzündet. Manche Betroffene haben das Gefühl, einen Stein im Schuh zu haben, bei anderen sind die Schmerzen stechend, als bohre sich ein Nagel in den Fuß. Soweit sollte man es nach Möglichkeit nicht kommen lassen: Der Fersensporn ist eine Überlastungsreaktion, die erste Maßnahme daher Schonung. Ein Orthopäde entscheidet dann über die weiteren Therapiemöglichkeiten, etwa antientzündliche Schmerzmittel, exzentrisches Training oder Schuheinlagen, beispielsweise, um bestehende Fehlstellungen zu korrigieren.

Ein Fersensporn kann die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Ob und wie weiter trainiert werden darf, entscheidet der Arzt. In mindestens einem Fall ist bekannt, dass ein Fersensporn seinem Träger genützt hat: Den umstrittenen US-Präsidentschaftskandidaten (und Absolventen einer Militärakademie) Donald Trump bewahrte ein Fersensporn einst vor dem Kriegsdienst in Vietnam.

Bild: © SENTELLO / Fotolia.com