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Akupunktur gegen
Schreiattacken

147 Babys mit diagnostizierten Koliken und entsprechendem Gebrüll teilten die Forscher in drei Gruppen. Die Eltern wussen nicht, in welcher Behandlungsgruppe sich ihr Baby befand und protokollierten akribisch die Dauer des Babygeschreis. Zwei Wochen lang bekamen die kleinen Bauchwehpatienten entweder gar keine Akupunktur, eine Version mit nur einer Nadel für wenige Sekunden oder fünf Nadeln, die etwa 30 Sekunden an den Akupunkturpunkten blieben.

Linderung durch Nadelstiche

Die beste Nachricht für alle Eltern: Die Kinder aller drei Gruppen schrien im Behandlungsverlauf immer weniger.  Trotzdem  nahm das Gebrüll in den Akupunkturgruppen schneller und stärker ab. Diese Effekte waren auch noch 6 Tage nach der Behandlung sichtbar.  Zwischen den beiden Akupunkturgruppen gab es interessanterweise keine signifikanten Unterschiede. Nebenwirkungen traten nicht auf.

Während Schreien bei Babys eine ganz normale Form der Kommunikation ist, können ausgedehnte Schreiattacken das Familienleben extrem belasten. Diesen Ergebnissen zufolge könnte Akupunktur in der Behandlung sogenannter „Schreibabys“ einen Versuch wert sein. 

Bild: © lisalucia / Fotolia.com