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Arthrose trifft
häufiger Frauen

Jenseits der Lebensmitte bekommen Frauen häufiger Probleme mit ihren Knochen und Gelenken als Männer. Der veränderte Hormonhaushalt nach den Wechseljahren wirkt sich auf die Stabilität der Knochen aus. Knochenschwund (Osteoporose) kann die Folge sein. Auf die Entstehung einer Arthrose (Gelenkverschleiß) scheinen die Hormone jedoch keinen direkten Einfluss zu haben. Mediziner diskutieren noch, ob Unterschiede im Körperbau, wie etwa Form und Größe von Knochen, Sehnen und Bändern als Gründe für das höhere Arthrose-Risiko in Frage kommen.

Behandlung nach Geschlecht

Frauen bekommen seltener als Männer einen künstlichen Gelenkersatz. Versuche mit speziellen „Frauen-Prothesen“ haben keine Verbesserung gegenüber dem künstlichen Standard-Kniegelenk gebracht. Trotzdem arbeiten Forscher weltweit daran, die Therapie von Arthrosepatienten besser auf deren Bedürfnisse zuzuschneiden – und dabei auch das Geschlecht zu berücksichtigen. Bisher gibt es aber noch keine speziellen Therapieempfehlungen für Frauen.

Bekannte Risikofaktoren

Die Zahl der Arthrose-Patienten nimmt schneller zu, als es allein durch die gestiegene Lebenserwartung zu erklären wäre. Als gesichert gilt, dass Übergewicht und zu wenig Bewegung die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken, deutlich erhöhen. Darüber hinaus lässt sich auch mit einer ausgewogenen Ernährung die Gesundheit von Knochen und Gelenken unterstützen. Beispielsweise stehen niedrige Spiegel von Vitamin C und Vitamin D in Verdacht, die Entstehung einer Arthrose zu begünstigen. 

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