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Gesundes Essen –
gesunde Psyche?

Übergewicht und Depressionen treten oft gemeinsam auf. Schlägt große Körperfülle auf die Stimmung? Oder führen Depressionen zu ungesundem Essverhalten, mit allen Folgen einschließlich Übergewicht? Theorien dazu gibt es reichlich. Ein internationales Forscherteam verschiedener Universitäten möchte ergründen, wie Essverhalten, Körpergewicht und Stimmungslage zusammenhängen. Die MoodFOOD-Studie ist auf 5 Jahre angelegt und hat das ehrgeizige Ziel, „wirksame Ernährungsstrategien zur Vorbeugung“ zu entwickeln. 

Streicheln Mikronährstoffe die Seele?

Die etwa 1000 übergewichtigen Teilnehmer der Studie bekommen eine Ernährungsberatung. Darüber hinaus gibt es einen Studienarm, in dem gezielt Mikronährstoffe eingenommen werden, die möglicherweise Auswikungen auf die psychische Gesundheit haben könnten. Eine andere Gruppe der Probanden erhält lediglich „Scheinsupplemente“ ohne Mikronährstoffe. So sollen frühere Befunde über die Funktion von Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Kalzium oder Vitamin D in Bezug auf das Depressinsrisiko überprüft und vertieft werden. Mit ersten Zwischenergebnissen rechnen die Forscher Ende des Jahres.

Fest steht offenbar, dass „Frustessen“ mit kalorienreichen, aber nährstoffarmen Nahrungsmitteln wie Pudding, Pizza oder Pommes die Stimmung nur kurzfristig anhebt. Mittelfristig ist eine kalorienreiche Ernährung mit viel gesättigtem Fett und raffinierten Zuckern ungesund – auch für die Seele.

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