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Gelenkverschleiß wird jünger!

In jeder Generation seit dem 2. Weltkrieg steigt die Zahl der Arthrosefälle. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Kanada. Der Vergleich verschiedener Altersgruppen zeigt, dass bei der jüngsten Gruppe (geboren zwischen 1965 und 1972)  im gleichen Alter 3-mal häufiger Gelenkverschleiß festgestellt wurde als bei der ältesten Gruppe (Jahrgänge 1935 bis 1944). 

„Hüftgold“ fördert Arthrose

Die Autoren haben auch schon einen Schuldigen für Verbreitung der Arthrose ausgemacht: Übergewicht erhöht die Chance auf die degenerative Gelenkerkrankung um das Zweieinhalbfache im Vergleich zu Normalgewichtigen. Rechnet man den Einfluss des Körpergewichtes hinaus, sinkt die Zahl der Arthrosefälle in jeder Generation dagegen. Die beste Gelenkpflege zur Vorbeugung von Knorpelabbau ist also, sein Normalgewicht zu halten.

Die höhere Zahl an gemeldeten Arthrosefällen ist aber sicher auch der besseren Diagnostik und der höheren Aufmerksamkeit geschuldet, die immer mehr Menschen ihrer Gesundheit  und ihrem Körper schenken. Sportliche und aktive Menschen sind auch jenseits der Lebensmitte seltener bereit, sich mit Gelenkschmerzen abzufinden und stellen ihre Beschwerden öfter dem Arzt vor. Insgesamt zeigt die Untersuchung deutlich: Arthrose ist weiter auf dem Vormarsch. Die Autoren fordern daher, Vorsorge- und Aufklärungsprogramme müssten sich verstärkt an jüngere und mittelalte Erwachsene richten.

Bild: © Orthomol