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Haschisch schwächt
die Knochen

Cannabis kann gegen Spastiken bei Multipler Sklerose, chronische Schmerzen bei Neuropathie, Rheuma oder Krebs helfen und wirkt bei Appetitlosigkeit von AIDS-, Krebs- oder Alzheimerpatienten, bei Übelkeit infolge von Chemotherapien oder beim Tourettesyndrom, einer Nervenkrankheit. Die Linderung solcher schwerwiegenden Erkrankungen rechtfertigt die Gabe als Medikament, auch wenn man mögliche Nebenwirkungen berücksichtigt.

Als Spaßdroge ist Haschisch dagegen weniger harmlos als gelegentlich verbreitet wird. Schottische Wissenschaftler untersuchten die Knochendichte von Haschischkonsumenten (im Vergleich zu der von Rauchern). „Kiffer“, die regelmäßig Cannabisprodukte rauchten, hatten dabei eine deutlich niedrigere Knochendichte als die Zigarettenraucher. Stuart Ralston von der Universität Edinburgh findet die Ergebnisse alarmierend: „Das macht wirklich Sorge, dass sie dadurch ein höheres Risiko haben, später im Leben Osteoporose oder Brüche zu erleiden.“ Für „Gelegenheitskonsumenten“, die im ganzen Leben nicht über 5000, im Durchschnitt lebenslang etwa 1000 Einheiten Cannabis konsumiert hatten, fanden die Forscher übrigens keinen Effekt. Andere mögliche Nebenwirkungen, wie etwa auf den Gehirnstoffwechsel und die Fruchtbarkeit schließt das allerdings nicht aus. 

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