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Lakritz ist nichts
für Schwangere

An der Studie gibt es (leider) nicht viel zu deuten: Der Lakritzkonsum ihrer Mütter während der Schwangerschaft beeinflusste die Entwicklung der Kinder nachhaltig. Im Alter von 12 Jahren schnitten die Kinder der Lakritzliebhaberinnen bei verschiedenen Intelligenz- und Gedächtnistests schlechter ab und hatten ein höheres Risiko für Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen. Bei den Mädchen war das durchschnittliche Körpergewicht um 8 Kilogramm höher und die geschlechtliche Entwicklung weiter fortgeschritten. Eine Schwelle für „sicheren“ Laktitzkonsum in der Schwangerschaft scheint es nicht zu geben, die Forscher gehen eher von einer linearen Dosis-Wirkungsbeziehung aus. Das heißt, je mehr Lakritz gegessen wird, desto stärker sind die Auswirkungen auf das Kind. Schon bei 100 Gramm Lakritzprodukten pro Woche zeigten sich deutliche Veränderungen gegenüber der Vergleichsgruppe.

Lakritz enthält Süßholzsaft mit dem sekundären Pflanzenstoff „Glycyrrhizin“. Dieser nimmt über ein Enzym Einfluss auf den Spiegel des Stresshormones Cortisol im Blut der Mutter und wirkt so auf die Entwicklung des Fötus.

Experten raten werdenden Müttern, auf Lakritz lieber zu verzichten. Angesichts der wachsenden Liste mit „Schwangerschaftsverboten“ empfehlen wir Betroffenen den Blick nach vorn: Kulinarisch gesehen kommen in wenigen Monaten wieder freiere Zeiten! 

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