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Online-Rezepte fallen
durch „Gesundheitsprüfung“

5.200 Rezepte eines Online-Portals (Allrecipes.com), Gerichte aus fünf populären Kochbüchern und die Zutatenliste von 100 Fertiggerichten flossen in die Untersuchung ein. Das Ergebnis: Die Online-Rezepte schnitten in vielen Faktoren schlechter ab als die die Rezepte der Spitzenköche und sogar als Fertiggerichte aus dem Supermarkt! Außerdem stellten die Forscher fest, dass besonders ungesunde Rezepte am höchsten bewertet und auch am häufigsten genutzt wurden. Das Fazit lautet also wenig überraschend: Man kann sich auch am heimischen Herd ungesund ernähren.

Ganz schön fettig

Als Messlatte für den Gesundheitswert der Speisen nutzten die Autoren der Studie unter anderem die WHO-Empfehlungen. Diese betrachten den Gehalt an Kalorien, Eiweiß, Kohlenhydraten, Zucker, Salz, Fett, gesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen.

Die Internetrezepte lieferten alle vergleichsweise viel Eiweiß und Fett (auch gesättigte Fette). Sie überschritten die empfohlenen Fettmengen häufiger als die Fertiggerichte aus dem Supermarkt. Außerdem lieferten weniger Rezepte ausreichend Ballaststoffe als dies bei den fertigen Mahlzeiten der Fall war.  In Bezug auf den Salzgehalt schnitten die Internetrezepte allerdings besser ab als die Fertiggerichte. Der Zuckergehalt unterschied sich bei den drei verschiedenen Rezeptarten kaum.

Auf gesunde Rezepte setzen

Auch nach dem in den USA verwendeten Ampelsystem zur Bewertung von Lebensmitteln fielen die Internetrezepte weitgehend durch. Die Studie möchte darauf aufmerksam machen, dass  selbst gekochtes Essen auch nur so gesund ist wie die verwendeten Zutaten. Immerhin haben Sie beim Kochen selbst in der Hand, was in Topf und Pfanne wandert – und essen womöglich bewusster. Selbst wenn Sie beim Kochen nach der Devise: „Geschmack vor Gesundheit“ vorgehen, fördert die Beschäftigung mit den Lebensmitteln die Ernährungskompetenz. Leckere  und zugleich gesunde Rezepte finden Sie zum Beispiel bei uns!

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