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Sind Brillenträger schlauer?

Die Wissenschaftler konnten auf Daten von etwa 4000 Personen zwischen 40-79 Jahren zurückgreifen, die im Rahmen der sogenannten Gutenberg-Gesundheitsstudie erfasst worden waren. Mit einem standardisierten Test wurde logisches Denken und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, gemessen. Tatsächlich schnitten kurzsichtige Teilnehmer durchschnittlich besser ab – und zwar desto besser, je stärker ihre Kurzsichtigkeit ausgeprägt war.

Der Zusammenhang wurde aufgelöst, als die Zahl der Bildungsjahre berücksichtigt wurde: Desto länger die Menschen  die Schulbank (oder jene im Hörsaal) drückten, desto häufiger entwickelten sie später eine Myopathie (Kurzsichtigkeit). Offenbar hat der Lebensstil einen größeren Einfluss auf die Augengesundheit als die Intelligenz. Wer seine Nase jahrelang in Bücher steckt oder vor dem Bildschirm arbeitet, sollte in der Freizeit Ausgleich schaffen – am besten im Freien mit entspannendem Fernblick.

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