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So schlau wie ein Huhn

Das “Someone”-Projekt soll dafür sensibilisieren, dass Nutztiere genau wie unsere als „Familienmitglieder“ gehaltenen Haustiere Individuen sind. Someone steht dabei für englisch „jemand“, anstelle von „etwas“ (something). Die Beschäftigung mit den Fähigkeiten und Gefühlen der Tiere soll unser Mitgefühl auch für jene Arten wecken, die (im Gegensatz zu Hund und Katze) von den meisten Menschen nicht als schutzwürdige Persönlichkeiten wahrgenommen werden.

Vor diesem Hintergrund zeigen die Wissenschaftler anhand bestehender Daten, dass Hühner Gefühle wie Angst, aber auch Vorfreude empfinden, von ihren Artgenossen lernen und Mitgefühl zeigen. Sogar ein gewisses mathematisches Verständnis (wie das Ordnen von Mengen nach ihrer Größe) und ein gewisses Zeitgefühl konnte in Versuchen gezeigt werden.

Differenziertes Gegacker

Mindestens 24 verschiedene Lautäußerungen in der Hühnersprache sind beschrieben worden und darüber hinaus weitere optische Signale. Außerdem fanden Forscher die Fähigkeit zur Selbstkontrolle und ein gewisses „Selbstbewusstsein“, das zu einer realistischen Einschätzung der eigenen Position in der Hackordnung führt.

Das Fazit: Hühner sind überhaupt kein „dummes Federvieh“. Und die Forderungen nach besserem Tierschutz für ein schöneres Hühnerleben erhalten durch diese Art von Erkenntnissen neues Futter.

Bild: © Szasz-Fabian Jozsef / Fotolia.com